Ein Korruptionsskandal erschüttert die Tschechische Republik: Bitcoin im Wert von einer Milliarde Kronen – rund 41 Millionen Euro – hat das Justizministerium von einem verurteilten Kriminellen und Drogenhändler angenommen. Die Polizei ermittelt wegen Amtsmissbrauch, Geldwäsche und Drogenhandel.
Justizminister Pavel Blazek von der liberalkonservativen ODS musste wegen dieser Affäre zurücktreten. Darüber wackelt die Regierung seines Parteifreundes Petr Fiala: Ihre Bestätigung bei den Parlamentswahlen im Oktober steht in den Sternen; Oppositionsführer Andrej Babis von der Anti-Establishment-Bewegung ANO kann mit der Rückkehr ins Ministerpräsidentenamt rechnen.
Die Schockwellen reichen weit über die Landesgrenzen hinaus bis tief ins EU-europäische Establishment. Dabei stellt sich immer drängender die Frage, für welche Zwecke diese und andere kriminelle Gelder geflossen sind. Denn dieselbe tschechische Regierung, die mit dieser Affäre immer tiefer im Korruptionssumpf versinkt, spielte auch eine führende Rolle im brisanten Geheimdienst- und Korruptionsskandal rund um die „Voice of Europe“-Kampagne gegen Oppositionspolitiker gleich in mehreren EU-Ländern.
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