Weimer beklagt „Mediazid“ der etablierten Medien

vor 2 Monaten

Weimer beklagt „Mediazid“ der etablierten Medien
Bildquelle: Apollo News

Bei seiner Rede auf den Medientagen Mitteldeutschland hat Kulturstaatsminister Wolfram Weimer am Mittwoch den Bedeutungsverlust klassischer Medienformate wie Zeitungen und Fernsehen beklagt. Verantwortlich dafür seien vor allem die großen amerikanischen Tech-Konzerne. Da Weimer in dieser Entwicklung auch eine Bedrohung für die liberale Demokratie erkennt, schloss er vor dem Publikum in der Media City Leipzig politische Eingriffe nicht aus.

Für den Bedeutungsverlust klassischer Medien verwendete Weimer dabei den Begriff „Mediazid“, den er bei einem Treffen mit Verlegern aufgeschnappt habe. Traditionelle Medien gerieten aufgrund des wirtschaftlichen Erfolgs amerikanischer Tech-Firmen unter Druck und seien in ihrer Existenz bedroht. Es drohe daher, so Weimer, „das Sterben der Medien durch diesen Achsbruch des digitalen Strukturwandels“.

Laut Weimer ist diese Entwicklung aus zwei Gründen problematisch. Erstens würden die amerikanischen Konzerne mit ihrem Erfolg den deutschen Markt „auscashen“, also Gewinne abschöpfen und Kapital aus Deutschland abziehen. Zweitens trügen sie zur Entstehung einer „Echokammer-Demokratie“ bei. Dadurch werde mediale Macht in den Händen weniger Gatekeeper gebündelt, und die öffentliche Meinungsbildung werde zunehmend von Milliardären beeinflusst.

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