Die Bundesvorsitzende der Linken, Ines Schwerdtner, wurde bei einer großen pro-palästinensischen Demonstration am Samstag in Berlin von mehreren arabisch sprechenden Demonstrationsteilnehmern bedrängt. Obwohl Schwerdtner sich immer wieder öffentlich gegen Israel geäußert hatte, konnte sie am Samstag auf der Demonstration, die sie als Parteichefin der Linken selbst mitorganisiert hatte, nur unter Einsatz der Sicherheitskräfte ihre Rede halten. Das berichtet der Spiegel.
Als die 36-jährige Linken-Politikerin auf die Bühne kommen sollte, wurde Schwerdtner auf einmal von einer Gruppe arabisch sprechender Frauen abgedrängt und beschimpft. Die Frauengruppe, so schreibt es der Spiegel, habe der Linken-Parteichefin „Kindermörder Israel“ und „Tod Israel“ zugerufen. Der Grund: Offenbar hatte sich auf der Demonstration das Gerücht verbreitet, dass Schwerdtner eine Israelin sei – was sie nicht ist. Laut Spiegel dauerte es Minuten, bis die Sicherheitskräfte es geschafft hatten, Schwerdtner den Weg zur Bühne zu ermöglichen.
Dort hatte Schwerdtner dann laut Spiegel sichtbar aufgewühlt ihre feindliche Einstellung zur israelischen Politik kundgetan. „Ich habe zu lange geschwiegen, es ist ein Genozid“, so Schwerdtner dann fast entschuldigend. „Kanzler und Minister reden, aber sie handeln nicht. Sie sprechen von Staatsräson, während Krankenhäuser in Schutt und Asche gelegt werden. Sie schweigen zum Völkermord – und machen sich mitschuldig.“
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