Ein Erstklässler an einer Wiener Mittelschule wird von Mitschülern gemobbt und als „Schwein“ beschimpft, „weil er der einzige Christ in der Klasse ist“. Das schreibt das Nachrichtenmagazin Profil in einer Reportage über eine Schule im Bezirk Brigittenau, die ein Journalist eine Woche lang begleitet hat.
Namentlich genannt wird die Schule nicht. Profil begründet das „zum Schutz der Schüler und Lehrer“. Es handele sich um eine sogenannte Brennpunktschule: Von 390 Schülern haben nur fünf keinen Migrationshintergrund. Laut Bericht sind 230 Schüler muslimisch, 57 ohne Bekenntnis, 43 serbisch-orthodox und 18 römisch-katholisch.
Jährlich beginnen rund 60 Kinder an der Schule. Nur ein Drittel hat die Volksschule regulär in vier Jahren abgeschlossen. Der Rest hat eine oder zwei zusätzliche Schulstufen durchlaufen. Im Extremfall besuchen 17-Jährige noch die Mittelschule. Rund die Hälfte der Schüler stammt aus Haushalten, die von Mindestsicherung leben oder ein Einkommen deutlich unter der Armutsgrenze beziehen.
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