Tino Chrupalla ist weiterhin entgegen der Linie seiner Partei gegen eine sofortige Wiedereinsetzung der Wehrpflicht. Das erklärte der Co-Vorsitzende der Alternative für Deutschland im Interview mit dem Contentangebot t-online.
Die Bundesregierung und andere Parteien hätten im Konflikt mit Russland durch Kriegsrhetorik eine Bedrohungslage heraufbeschworen, behauptete Chrupalla. Wehrdienstleistende könnten „in Kriegsgebieten eingesetzt werden“, befürchtet der AfD-Chef. Das Gesetz sieht das eigentlich nicht vor, doch Chrupalla erklärte, er „vertraue der Regierung nicht“. Außerdem fehle es an infrastrukturellen Voraussetzungen für eine Umsetzung der Wehrpflicht.
Nur „in Friedenszeiten“ sollte der allgemeine Wehrdienst zurückkommen, erklärte der gebürtige Niederschlesier. Dadurch lasse sich Krieg verhindern. „Optimalerweise“ regiere dann die AfD. Andernfalls sieht Chrupalla seine Haltung als Gewissensfrage und verweist auf seine drei eigenen Kinder.
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