In der spanischen Provinz Jaén kommt es zu einem Konflikt zwischen dem multinationalen Unternehmen Greenalia und Dutzenden spanischen Bauern. Wie das spanische Magazin Jara y Sedal berichtet, will das Unternehmen über 70 Hektar Land von lokalen Bauern enteignen, um die Fläche für ein riesiges Solarkraftwerk zu nutzen. Damit droht laut dem Projekt Campiña Norte auch über 100.000 Olivenbäumen die Abholzung.
Die Bäume werden seit Jahrhunderten von Bauern auf der Fläche angebaut. Die Region wurde wegen ihrer Olivenbäume sogar bereits als UNESCO-Weltkulturerbe vorgeschlagen. Jaén ist die Region mit der höchsten Olivenölproduktion der Welt und besitzt einen Marktanteil von 20 Prozent. Nun mobilisieren die Bauern gegen die Enteignungspläne. Unter dem Motto „Erneuerbar ja, aber nicht so“ gehen sie gegen Greenalia auf die Straße.
Während die Olivenbaum-Ernte auch für die regionale Versorgung genutzt wird, soll die Elektrizität, die im Solarkraftwerk erzeugt wird, für die Versorgung anderer europäischer Länder gebraucht werden. Gleichzeitig befürchten die Bauern, dass das Kraftwerk kaum neue Arbeitsplätze bieten wird. Unterdessen wird ihnen ihre gesamte Lebensgrundlage und ihr erlernter Beruf weggenommen.
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