Die seit dem 1. Januar 2025 geltende Grundsteuerreform sorgt bundesweit für Diskussionen und Proteste. Erste Steuerbescheide zeigen teils drastische Erhöhungen, die vor allem Eigentümer und Mieter in beliebten Stadtlagen stark belasten.
Der Betreiber des Strandbads Weißensee berichtete, dass seine jährliche Grundsteuer von bisher 770,31 Euro auf 36.946,93 Euro steigt. Auch ein Künstlerverein in der Hauptstadt sieht sich nun mit einer Steuerlast von 27.000 Euro konfrontiert. Der Verband „Haus & Grund“ spricht hier von einem Zustand, der „praktisch einer Enteignung gleichkommt“.
Auch private Haushalte müssen mit deutlichen Mehrkosten rechnen. Sibylle Barent, Leiterin fürSteuer- und Finanzpolitik des Verbands „Haus & Grund“ berichtet von Anstiegen um 200 bis 300 Prozent und mehr – Belastungen, die in der Regel an Mieter weitergegeben werden. Besonders betroffen sind Lagen in Innenstädten oder an begehrten Stadträndern.
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