Auf der Wiesn gibt es bislang Münchner Bier, Hendl, Schweinsbraten und Brezn. Jetzt kommt EU-Recht ins Spiel. Wenn die großen Festzelte künftig nach europäischen Vergaberegeln vergeben werden müssen, würde sich das System öffnen. Und damit auch die Frage, wer überhaupt noch eine Chance bekommt – und mit welchem Konzept. Döner oder Pizza statt bayerischer Küche: bisher ausgeschlossen, theoretisch aber nicht mehr.
Der Münchner Wirt Alexander Egger hat die Vergabe zweier zentraler Festzelte überprüfen lassen. Betroffen sind die Schottenhamel-Festhalle und das Paulaner-Festzelt. Egger will erreichen, dass die Stadt München diese Standplätze nicht mehr allein nach ihrem bisherigen Verfahren vergibt, sondern nach europäischem Vergaberecht.
Die Vergabekammer Südbayern prüft derzeit, ob die bisherige Praxis unter das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen fällt. Eine Entscheidung wird Medienberichten zufolge bis Ende Mai erwartet. Bislang organisiert die Stadt die Vergabe der Zelte auf dem Oktoberfest über ein eigenes Punktesystem.
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