Polen hält weiterhin an den vorübergehenden Grenzkontrollen zur Bundesrepublik fest. Die ursprünglich bis zum 5. August angesetzten Maßnahmen bleiben nun bis zum 4. Oktober in Kraft. Das teilte der polnische Innenminister Marcin Kierwiński am Sonntag mit.
Die Verlängerung betrifft die Grenzen zu Deutschland und Litauen. Bei einem Treffen mit Regionalbehörden zur Migrationslage erläuterte Kierwiński, die Verordnung sei der Europäischen Kommission zur Notifizierung vorgelegt worden. Auch die betroffenen Nachbarländer seien über den Schritt informiert worden. „Unsere europäischen Partner haben volles Verständnis dafür“, sagte der Minister gegenüber der Nachrichtenagentur PAP.
Die Regierung begründet das Vorgehen mit der bisherigen Wirkung der Maßnahme. Seit Einführung der Kontrollen im Juli habe man eine „98-prozentige Dichte“ der Grenzsicherung erreicht. Dadurch seien illegale Migranten sowie Agenten russischer und belarussischer Dienste auf andere Routen ausgewichen. Im September will Warschau auf Grundlage neuer Daten über weitere Schritte entscheiden.
ANGST IN ANKARA: Gutes Gespräch mit Putin ‒ Was hat Trump auf NATO-Gipfel vor? | WELT LIVESTREAM











