Etwa eine Stunde lang stellte sich Bundeskanzler Friedrich Merz am Donnerstag in Salzwedel beim „Tag des Lokaljournalismus“ den Fragen von Bürgern zu verschiedenen Themen. Immer wieder wurde Merz wegen seiner Aussagen vom Publikum ausgelacht – etwa als der Kanzler gefragt wurde, was sich unter seiner Kanzlerschaft verbessert habe.
Die Moderatorin leitete ein, dass es sich um eine zugesandte Leserfrage handelte. „Was ist eigentlich für die Bürgerinnen und Bürger besser geworden, seit sie Kanzler sind?“, fragte sie. Deutlich ist zu hören, wie zahlreiche Menschen im Publikum lachen. „Naja, für eine Bilanz ist es zu früh“, entgegnete Merz. Doch man habe es erreicht, „die Nato zu retten“ und „Europa zusammenzuhalten“, und wolle nun die Reformen angehen, um den deutschen Wohlstand zu erhalten.
Eine krebskranke Frau wollte dann wissen, warum bei Bürgern gespart werde, aber nicht in der Politik. Sie spielte auf Pläne an, nach denen Merz eine Gehaltserhöhung von 64.000 Euro pro Jahr mehr bekommen sollte. Auch andere Minister sollten mehr Geld bekommen. Ein entsprechender Gesetzentwurf war laut Bild von Innenminister Dobrindt schon an die anderen Ministerien zur Abstimmung versendet worden. Erst infolge der Berichterstattung zog Dobrindt den Entwurf zurück.
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