Warum sind nicht einmal die kritischsten Punkte der kritischen Infrastruktur besonders geschützt?

vor 6 Monaten

Warum sind nicht einmal die kritischsten Punkte der kritischen Infrastruktur besonders geschützt?
Bildquelle: NiUS

Seit Jahren warnt die Politik vor Angriffen auf unsere kritische Infrastruktur. Der linke Terroranschlag vom Samstag in Berlin zeigt nun: Ausgerechnet die empfindlichsten Punkte sind offenbar nicht besonders geschützt.

Linksextreme Täter, die sich „Vulkangruppe“ nennen, reklamieren in einem Bekennerschreiben einen gezielten Sabotageakt auf das Heizkraftwerk Lichterfelde für sich. Ideologisch rechtfertigen sie ihre Tat als angebliche „Notwehr“ gegen „imperiale Lebensweise“ und vermeintliche „Klimakatastrophe“.

Bemerkenswert ist ein Detail: Die Täter behaupten, sie hätten eine Kabelbrücke angegriffen, die „nicht öffentlich verzeichnet“ sei. Also nicht irgendeinen Ort – sondern einen neuralgischen Punkt. Und dennoch ist dieser offenbar ohne besonderen physischen Schutz. NIUS stellte der Stadt Fragen.

Nach Darstellung des Senats war der Tatort kein frei zugänglicher Ort: Die Kabelbrücke sei hoch eingezäunt gewesen, zusätzlich gesichert und auf einer Seite vom Wasser begrenzt – also „nicht einfach erreichbar“, so Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey auf einer Pressekonferenz am Montag. Die Folge des Anschlags: zehntausende Haushalte ohne Strom und Wärme – mitten im verschneiten Winter.

Vom Stromausfall betroffene Bürger werden aktuell in Feldbetten untergebracht, die ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes hier ablädt.

Kerzen erhellen ein Zimmer in einem Mehrfamilienhaus. Zehntausende Menschen im Südwesten der Hauptstadt haben keinen Strom. Die Lage wird wohl noch mehrere Tage andauern.

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