Politische Schwergewichte stehen nicht auf der CDU-Vorschlagsliste für das neue Bundeskabinett. Zum Teil sehr unbekannte Namen, die meisten verankert in kleinen Landesverbänden, fachlich überwiegend kaum vorbereitet auf die künftigen Ressorts.
Von diesen Namen hat Merz nicht zu befürchten, dass sie ihn in Sachen Popularität überholen werden. Sie werden sich zu beweisen haben in den Auseinandersetzungen mit den SPD-Ressortchefs. Das dürften eher kabinettserfahrene Schwergewichte werden, die vermutlich nichts dagegen haben, dass Merz nicht allzu sehr strahlt.
Diejenigen, die Merz in den letzten Jahren als Konkurrenten um den CDU-Vorsitz gegenüberstanden – Spahn, Röttgen, Laschet – sind im neuen Kabinett nicht vertreten, Linnemann bleibt Generalsekretär, Spahn soll die Fraktion führen. Beide sind in der Union hervorragend vernetzt, etwa ein Vierteljahrhundert jünger als Merz und dürften nicht im Traum daran denken, ihr politisches Schicksal an das von Merz zu knüpfen. Auf professionelle Loyalität wird der mutmaßliche Kanzler rechnen dürfen, aber sicher genauso auf aufmerksame Beobachter, was die Entwicklung der Popularitätswerte angeht.
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