Warum können Parteien nicht einfach den beliebtesten Kandidaten aufstellen?

vor mehr als 1 Jahr

Warum können Parteien nicht einfach den beliebtesten Kandidaten aufstellen?
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Bei der Union ist die Kür des Kanzlerkandidaten gelaufen: CDU-Chef Friedrich Merz zieht für CDU und CSU in den Wahlkampf, obwohl beispielsweise CSU-Chef Markus Söder die höheren Beliebtheitswerte hatte. Auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) lag zeitweise deutlich vor Merz. Jetzt ringen die Sozialdemokraten mit der Entscheidung, ob sie Kanzler Olaf Scholz oder den beliebtesten deutschen Politiker, Verteidigungsminister Boris Pistorius als Spitzenkandidat nominieren sollen.

Aber warum stellen Parteien nicht einfach ihre beliebtesten Kandidaten auf?

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Da ist zuerst das Beliebtheitsranking selbst. In ihm taucht in der Regel nur auf, wer von den Umfrageinstituten in eine Liste aufgenommen und überhaupt abgefragt wird. Gibt man keine Namen vor, so gewinnen immer die bekanntesten Politiker, weil viele Menschen die Vertreter der Parteien kaum kennen. Angela Merkel kannte nahezu jeder, sie führte deshalb sowohl die Liste der beliebtesten als auch die Liste der unbeliebtesten Politiker an. Hinzu kommt, dass die Platzierungen oft sehr dicht beisammen liegen.

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