Der Stromausfall in Berlin, der rund 45.000 Haushalte und 2.200 Betriebe im Südwesten der Stadt betraf, war die Folge eines linksextremistischen Anschlags auf tragende Infrastruktur. Ein Bekennerschreiben der linksextremistischen Vulkangruppe lag früh vor, die Tat war gezielt politisch motiviert. Darüber besteht kein Zweifel.
Inzwischen ist der Alltag zurückgekehrt. Der Strom fließt wieder, das Thema gilt für viele bereits als erledigt. Was bleibt, ist ein nüchterner Blick auf den Umgang mit dem Anschlag.
Denn trotz der klaren Einordnung als linksextremer Terrorakt fiel die politische und mediale Reaktion, vor allem in den ersten Tagen, größtenteils auffallend verhalten aus. Der Fall fügt sich in ein bekanntes Muster ein: Politische Gewalt wird nicht nach ihrer Wirkung bewertet, sondern nach der politischen Verortung der Täter.
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