Das Versagen der Bürgerlichen: Warum die „politische Mitte“ in diesen Tagen untergeht

vor etwa 2 Monaten

Das Versagen der Bürgerlichen: Warum die „politische Mitte“ in diesen Tagen untergeht
Bildquelle: NiUS

Dass die Hütte der Koalition bereits lichterloh brennt, erkennt man daran, dass sich jetzt auch Kanzlerin a.D. Angela Merkel (CDU) zu Wort meldet und zur Mäßigung mahnt. Merkel hat intern nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie ihren Nach-Nachfolger Friedrich Merz für nicht geeignet hält. Verhandeln könne er nicht, hat sie in unterschiedlichen Variationen immer wieder wissen lassen. Er sei unstet und zu impulsiv, um professionell zu sein.

„Jeder Bürger sollte mit Maß und Mitte – das waren immer meine Lieblingsworte – versuchen, das, was die Regierung schon geschafft hat, zu ermessen“, sagte sie dem Focus. Grundsätzlich ist Merkel der Ansicht, jeder müsse für sich allein scheitern, doch dass diese Koalition aus CDU/CSU und SPD kurz vor dem Scheitern steht, das ahnt sie nicht nur, das tragen ihr auch die noch immer aktiven Gefolgsleute aus Fraktion und Kanzleramt nahezu täglich zu. Auch ihr Ex-Kanzleramtschef Peter Altmaier hatte sich kürzlich nach langer Pause wieder öffentlich geäußert.

Geschenkt, dass sich Merkel eine kleine, raffinierte Spitze gegen Merz dann doch nicht verkneifen kann:  „Es ist ja nicht so, dass da gar nichts passiert ist“, sagt sie und taxiert die Merz-Bilanz damit ganz knapp über Null. „Ich wünsche dieser Regierung Erfolg.“

Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)

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