Die deutsche Konjunktur tritt weiterhin auf der Stelle. Vor allem beim Außenhandel sieht es aktuell schlecht aus. Die vom ifo-Institut erhobenen Exporterwartungen sind im März 2026 wieder deutlich zurückgegangen. Der Indikator fiel von plus 2,7 auf minus 0,9 Punkte – der erste Rückgang nach drei aufeinanderfolgenden Anstiegen. Der Hoffnungsschimmer der letzten Monate ist nun verflogen.
Besonders stark rückläufig waren die Exporterwartungen in der Chemieindustrie mit minus 9,2 Punkten sowie im Maschinenbau mit minus 1,8 Punkten. Beide Branchen zählen zum Kern der deutschen Exportwirtschaft.
Der Indikator wird als Saldo berechnet, also als Differenz zwischen dem Anteil der Unternehmen mit positiven und dem Anteil mit negativen Exportaussichten, gemessen in Prozent. Werte über null signalisieren optimistische Erwartungen, während Werte unter null auf eine pessimistische Einschätzung hindeuten.
Als Hauptursache für die aktuellen Rückgänge nennen die Forscher die Eskalation im Nahen Osten. „Der Krieg im Iran hat die Unsicherheit unter den Exporteuren merklich erhöht“, sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen, in einer Stellungnahme. „Viele Unternehmen befürchten eine sinkende Nachfrage in wichtigen Absatzmärkten.“
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