Mehr als ein halbes Jahr nach dem Rückzug von Frauke Brosius-Gersdorf aus dem Rennen um das Richteramt am Bundesverfassungsgericht scheinen Teile des politischen Berlins den als Niederlage empfundenen Vorgang noch immer nicht ganz verarbeitet zu haben. Die Grünen gaben deshalb beim Soziologen Andreas Kemper eine Studie in Auftrag, die den Vorgang aufklären sollte. Kemper wirft darin Apollo News vor, als Teil eines rechten Netzwerks zu agieren.
Die Studie mit dem Titel „Antifeminismus in Berlin“ verfolgt das Ziel, vermeintlich frauenfeindliche Netzwerke, darunter auch journalistische Medien, in Berlin offenzulegen und entsprechende politische Handlungsempfehlungen zu geben. Als Fallbeispiel für diese Analyse dient die Berichterstattung über die gescheiterte Kandidatur von Brosius-Gersdorf.
Nach Berichten von Apollo News, die unter anderem die Haltung von Brosius-Gersdorf zu Schwangerschaftsabbrüchen und zur Corona-Impfpflicht zum Inhalt hatten, geriet ihre Nominierung in die Kritik. Nachdem in der Folge mehrere Unionspolitiker ihre Unterstützung verweigerten, zog sie sich freiwillig aus dem Rennen zurück. Der Vorgang wurde anschließend in linksgerichteten Medien als „rechte Kampagne“ und teilweise gar als „antifeministisch“ eingeordnet.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











