Deutschland plant zusätzliche zehn Millionen Euro an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu zahlen – das gab die neue Gesundheitsministerin Nina Warken am Sonntag bekannt. Mit dem Geld will man den Wegfall der Zahlungen aus den USA kompensieren, die 2026 aus der WHO austreten wollen. Bereits im April wurde deshalb eine zusätzliche Zahlung in Höhe von zwei Millionen Euro getätigt.
Warken verkündete die Zusatzzahlung im Vorfeld der Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation in Genf, die am Montag startet und bis einschließlich 27. Mai dauern soll. Bei einem Treffen mit WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte die Gesundheitsministerin weiter, dass es wichtig sei, dass die WHO ihre Reformprozesse vorantreibt.
Die WHO müsse sich auf „weltweite Gesundheitsüberwachung, Pandemieprävention, Krankheitsbekämpfung und gerechten Zugang zur Gesundheitsversorgung“ fokussieren. Laut Mitteilung des Gesundheitsministeriums lobte sie außerdem die geplante Annahme des Entwurfs des Pandemievertrags, der am Dienstag verabschiedet werden soll.
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