Die Grünen sind gerade erst wenige Wochen aus der Regierung – und planen bereits jetzt ihre Rückkehr. Das Handelsblatt berichtet über ein siebenseitiges internes Strategiepapier, das die beiden Fraktionsvorsitzenden der Partei, Katharina Dröge und Britta Haßelmann, verfasst haben. Dieses soll die Grundlage für eine Rückkehr zur Macht bieten.
Im Papier ist ein überraschend deutlicher Linksruck zu spüren – Schwarz-Grün als Koalitionsoption nimmt die Partei praktisch selbst vom Tisch. Stattdessen heißt es: „Unser Ziel ist es, dass es 2029 eine progressive Mehrheit gibt, die eine progressive Regierung trägt – mit Bündnis 90/Die Grünen.“ So will man dort – explizit distanziert von der aktuellen Regierung – mehr auf Frauenrechte, Selbstbestimmung, Klimaschutz und den Schutz der Demokratie setzen.
Gleichzeitig kritisieren die beiden Fraktionsvorsitzenden die eigene Partei, aber auch deren Regierungszeit in der Ampel hart. In sechs Thesen sind etwa die Gründe für das Scheitern der Regierung, die als „Zukunftskoalition“ an den Start gegangen war, aufgeführt. Zudem wird von der Partei wieder mehr ein ideologischer Kurs erwartet: „Und auch wir waren in der letzten Zeit zu leise. Zu vorsichtig und manchmal zu defensiv.“ Man möchte in Zukunft nicht mehr „allen gefallen“.
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