Schon wieder ermahnt Bundeskanzler Friedrich Merz die Deutschen. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos erklärte er, ein großes Problem Deutschlands sei die mangelnde Produktivität, und führte selbige auch darauf zurück, dass die Deutschen aus seiner Sicht zu wenig arbeiten. Bei NIUS Live sorgt diese Aussage für Diskussionen.
Merz sagte im Wortlaut: „Wir stehen vor einem großen Hindernis und dieses Hindernis ist die Produktivität. Die Produktivität der deutschen Wirtschaft ist seit etwa einem Jahrzehnt mehr oder weniger niedrig. Deshalb müssen wir unser Sozialsystem reformieren. Die Rentenversicherung, die Sicherung, das Gesundheitssystem, aber auch die Arbeitszeit. Die Deutschen sind daran gewöhnt, rund 200 Stunden weniger zu arbeiten, als zum Beispiel Beschäftigte und Unternehmen in der Schweiz“, so Friedrich Merz.
Pauline Voss, stellvertretende Chefredakteurin, widerspricht dieser Pauschalisierung des Kanzlers entschieden. Zwar gebe es statistische Mittelwerte, doch Merz formuliere bewusst verallgemeinernd. „Er sagt: Die Deutschen sind daran gewöhnt. Da steckt dieses Faulheitselement schon sprachlich drin“, so Voss, und kritisiert den politischen Ton des Kanzlers scharf: „Ich finde, diese Aussage hat mal wieder so einen Regierungsendzeit-Charakter.“
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











