Tübingen: Wahlhelfer der AfD angegriffen

vor 5 Monaten

Tübingen: Wahlhelfer der AfD angegriffen
Bildquelle: Tichys Einblick

Der Spitzenkandidat der grünen CDU von Baden-Württemberg, Manuel Hagel, kann sehr zufrieden sein, denn die wehrhafte Demokratie und ihre wichtigste Institution, die Brandmauer, funktionieren einwandfrei: Gestern wurden in Tübingen zwei Wahlhelfer von der AfD von acht Demokratieschützern tätlich mit Pfefferspray angegriffen, als die Wahlhelfer Wahlplakate für die Landtagswahl aufhängen wollten. Acht Schützer unserer Demokratie attackierten die zwei Wahlhelfer und stahlen deren Wahlplakate. Wie hatte doch der scheinkonservative Hagel von der Drei-Kätzchen-Allianz vor kurzem ausgerufen: „Es wird um die Fragen gehen: Wir oder die AfD.“ Das hat jedenfalls in Tübingen bestens geklappt.

Wenn man keine Argumente hat, dann greift man halt zur kraftmeiernden Rhetorik. Womit soll Hagel auch sonst werben, wenn nicht mit Phrasen? Mit dem wirtschaftlichen Niedergang Baden-Württembergs? Mit dem Bildungszerfall? Beides hausgemacht, beides politisch herbeigeführt von der Brandmauereinheitspartei, in Baden-Württemberg von der lokalen Gliederung Grün-Schwarz, was nach der Landtagswahl Schwarz-Grün heißen könnte, doch Raider heißt jetzt Twix/sonst ändert sich nix.

Wie rettungs- und hoffnungslos die Südwest-CDU vergrünt ist, belegt Hagels Äußerung, dass seine CDU „mit diesen Leuten weder kollaborieren noch koalieren“ wird. Was die Frage erhebt, wenn man seinen Wortgebrauch ernst nimmt, ob Hagel mit den Grünen koaliert oder kollaboriert – und ob es in der Legislatur mit den Grünen einen Unterschied zwischen Koalition oder Kollaboration gibt, und worin der dann besteht.

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