Sahra Wagenknecht war der Stern am BSW-Himmel, der Motor, das Gesicht, die unverwechselbare Marke. Ohne sie gäbe es kein Bündnis, kein Momentum, keinen Funken Erfolg. Jetzt tritt sie als Parteivorsitzende zurück – und sofort zeigt sich, wie dünn das Eis unter diesem Personalprojekt wirklich ist. Nicht überraschend, nicht plötzlich, sondern vorhersehbar greifen die alten Linken zum Thron, die stillen Machtmenschen, die Listenplatzjäger, die Racheengel der Partei der Vergangenheit. Sie übernehmen das Ruder, nicht aus Vision, nicht aus Überzeugung, sondern aus kalkulierter Selbstsicherung. Die Königin ist tot – es lebe der König.
Die Gründerin Wagenknecht hatte eine Idee, eine Richtung, einen Plan. Die Nachrücker? Sie haben nur Posten im Blick, Intrigen im Sinn und pflegen den alten Stil. Das Bündnis droht, von einer politischen Bewegung zu einem Trauerspiel zu verkommen, in dem die Hauptsache ist, die eigenen Positionen zu sichern.
Und während Wagenknecht sich elegant zurückzieht, strategisch, kontrolliert, den Kopf noch klar für Inhalte, stolpert das BSW schon jetzt in die nächste interne Krise.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











