Der Machtkampf im BSW spitzt sich weiter zu. Bevor der Landesverband der Partei in Thüringen am 26. April zusammenkommt, um sein Führungspersonal zu wählen, verdichten sich die Anzeichen, dass Sahra Wagenknecht die Wiederwahl der amtierenden Landesvorsitzenden, Katja Wolf, verhindern möchte – doch sie wehrt sich. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Parteichef in Thüringen, Steffen Schütz, kündigte Wolf am Dienstag an, erneut für den Vorsitz kandidieren zu wollen.
Wagenknecht zeigte sich am Mittwoch gegenüber dem Stern überrascht. „Ich war davon ausgegangen, dass es in Thüringen längst Konsens war, Partei- und Regierungsamt zu trennen, was ja auch sinnvoll ist“, meinte die Namensgeberin des Bündnisses. Wolf ist derzeit Finanzministerin, während Schütz das Ministerium für Digitales und Infrastruktur leitet.
„Ich würde nicht kandidieren, wenn ich das Gefühl habe, die Partei entwickelt sich inhaltlich in eine ganz, ganz andere Richtung als eine, für die ich stehen könnte“, hatte Wolf noch zuvor verkündet. Dabei gibt es um ebenjene Entwicklung Streit. Die BSW-Politikerin war im Januar 2024 von der Partei Die Linke zum BSW gewechselt und hatte einen steilen Aufstieg hingelegt.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











