In Anspielung auf die Entführung des zuvor amtierenden Staatspräsidenten Venezuelas, Nicolás Maduro, durch US-amerikanische Spezialeinheiten gibt Dmitri Medwedew, derzeit Vize-Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsrats in Moskau, an, dass er eine vergleichbare Aktion auch gegenüber Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßen würde. Wörtlich sagte er der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass: „Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie sein“.
Da die Militärintervention in Venezuela durch die Amerikaner unter anderem mit den katastrophalen Zuständen im Land und der illegitimen Herrschaft Maduros gerechtfertigt wird, zieht Medwedew in dieser Hinsicht eine Parallele zu den Verhältnissen in Deutschland: „Es gibt sogar Gründe, ihn in Deutschland zu verfolgen, daher wäre es kein Verlust, zumal die Bürger umsonst leiden.“ An den westlichen Reaktionen auf die Entmachtung Maduros stellt er einen „doppelten Standard“ fest.
Die USA hätten mit ihrem Schlag gegen Maduro zwar illegal gehandelt, die Aktion zeige jedoch eine „gewisse Konsequenz“ auf. „Er und sein Team verteidigen sehr standhaft die nationalen Interessen ihres Landes“, erklärte Medwedew. Es gebe damit für die USA keine Grundlage mehr, das Handeln Moskaus zu kritisieren, „nicht einmal formal“.
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