Außenminister Johann Wadephul hat mit einer Syrien-Äußerung erneut für Irritationen gesorgt. In einer Sitzung der CDU/CSU-Fraktion sollte Wadephul sich für seinen Satz rechtfertigen, Abschiebungen nach Syrien seien kaum möglich. Dort aber setzte der Minister noch einen drauf.
Einem Bericht der Bild zufolge verstieg Wadephul sich zu dem Satz, der Zustand Syriens sei derzeit „schlimmer“ als „Deutschland 1945“. Eine Einlassung, die in Teilen der Fraktion mit Empörung quittiert wurde. Wadephul beschwor die Abgeordneten, er müsse seine Eindrücke auf so einer Reise schildern können. Ihnen erzählte er von einer „halbstündigen apokalyptischen Autofahrt durch die Mitte von Damaskus“.
Zuvor hatten verschiedene Unions-Politiker Wadephuls Erklärungen, Syrer könnten wegen der Zerstörung in ihrer Heimat nicht dorthin abgeschoben werden, mit Verweisen auf die deutsche Geschichte nach Kriegsende quittiert. So erklärte etwa der wahlkämpfende Manuel Hagel, der in Baden-Württemberg Ministerpräsident werden will, die Deutschen hätten das „zerbombte Deutschland wieder aufgebaut“ – dann könnten und müssten auch die Syrer das zerstörte Syrien wieder aufbauen, so der Ton.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











