Zum zweiten Mal widmete sich in London die Alliance for Responsible Citizenship (ARC) einem breiten Themenspektrum. Von Politik bis Energiewirtschaft, von Künstlicher Intelligenz bis Demographie, von Klimawandel bis Kunst: Die Konferenz will eine umfassende Analyse der Krise der „westlichen Zivilisation“ und, noch wichtiger, Lösungsansätze vorlegen.
Zusammengehalten wurde der Reigen aus Vorträgen, Reden und Diskussionsrunden von der Suche nach einer „better story“. Der Kabarettist Konstantin Kisin verglich die Narrative, die Europa seiner Innovationskraft und Vitalität berauben, mit den Reden Gríma Schlangenzunges aus Tolkiens Herr der Ringe: ein lügnerischer Ratgeber, der dem starken König einflüstert, dieser sei schwach, die aufkommende Krise das Ende seines Volkes und seiner selbst.
Kisin konkretisierte seine These anhand zweier Narrative: Er beschrieb, wie der Westen seine eigenen Stärken übersieht und leugnet; wie etwa Wokeness oder „queere“ Ideologie westliche Intoleranz anprangern, während Minderheiten doch in keinem anderen Kulturkreis so große Freiheit und Sicherheit genießen, wie im angeblich so feindseligen „Westen“. Als zweites Beispiel für ideologisches Gift, das nicht nur den Westen schwächt, sondern von ihm ausgehend die ganze Menschheit, nannte Kisin die Ansicht, dass der Mensch im Grunde ein Parasit sei, vor dem man den Planeten oder das Klima schützen müsse – die ideologische Grundlage nicht nur für sinnlose oder gar kontraproduktive Klimaschutzmaßnahmen, sondern auch dafür, Deindustrialisierung voranzutreiben, Geburtenraten niedrig und Abtreibungsraten hoch zu halten, Empfängnisverhütung zu propagieren sowie eine familien- und kinderfeindliche Politik zu betreiben.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











