VW-Werk Zwickau in Gefahr: Nur noch 50 Prozent Auslastung bei den E-Autos

vor 9 Monaten

VW-Werk Zwickau in Gefahr: Nur noch 50 Prozent Auslastung bei den E-Autos
Bildquelle: NiUS

Zwickau hat für VW eine besondere Bedeutung: Der Standort in Sachsen sollte zum Vorreiter beim Umstieg auf Elektromobilität werden – die Produktion in Zwickau wurde komplett auf Elektroautos umgestellt. Nun belastet neben technologischen Rückständen und der allgemeinen Wirtschaftskrise vor allem die schwache Nachfrage nach E-Autos das ostdeutsche Werk.

Vom erwarteten Wachstum der Elektromobilität ab 2027 könne das VW-Werk in Zwickau kaum profitieren, sagt der Chemnitzer Professor Werner Olle der Berliner Zeitung. Nach seiner Einschätzung würden E-Autos bei stärkerer Nachfrage vor allem in Spanien und Portugal gebaut – Zwickau ginge daher leer aus. Das sei „schlimm für den Standort“, da dieser viel für die Elektromobilität geleistet habe.

Der sächsische VW-Standort war im letzten Winter nach einem zähen Tarifstreit mit der IG Metall vorerst gerettet worden. Die Produktion wurde jedoch drastisch zurückgefahren. Im Tarifkompromiss mit der Gewerkschaft wurde vereinbart, dass die Produktion der VW-Modelle ID.3, ID.4, ID.5 und des Cupra Born nach Wolfsburg und Emden in Niedersachsen verlagert werden soll.

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