VW im Abwärtstrend: Die Autokrise ist eine Deutschlandkrise

vor mehr als 1 Jahr

VW im Abwärtstrend: Die Autokrise ist eine Deutschlandkrise
Bildquelle: NiUS

Es gibt sie noch, die guten Nachrichten. Man muss sie mit der Lupe suchen und darf sich von Nachkommastellen nicht abschrecken lassen, doch dann öffnet sich ein kleiner, lichter Ausguck. Soeben gab das Statistische Bundesamt bekannt: Im dritten Quartal ist das Bruttoinlandsprodukt um 0,2 Prozent gestiegen.

Allein der Umstand freilich, dass ein derart kärgliches Wachstum begrüßt wird, zeigt den Ernst der Lage. Gegenwart und Zukunft der einst stolzen Wirtschaftsnation Deutschland erscheinen so trist wie das herbstliche Nieselwetter. Die Bundesrepublik stapft durch den Nebel eines politischen wie ökonomischen Niedergangs und droht dabei ihre Identität zu verlieren.

Selbst dem Zweiten Deutschen Fernsehen, das sich bisher durch keine ausgeprägte Kritik am Regierungshandeln hervorgetan hat, kommen Zweifel. Dort heißt es nun in überraschender Klarheit: „Das ganze Modell Deutschland, aufgebaut auf Industrie, Unternehmergeist und Export, wackelt.“ Auch die linke Münchner Tageszeitung „Die Süddeutsche“ muss zugestehen: „Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage trüb.“ Vom Arbeitsmarkt kämen „keine guten Nachrichten“, die Herbstbelebung falle aus.

Der Lichtblick des Statistischen Bundesamts wird wohl eine Laune des Augenblicks bleiben. Im gesamten Jahr 2024 rechnen Konjunkturforscher unverändert mit einem schrumpfenden Bruttoinlandsprodukt. Und 2025 könnte es laut der Deutschen Industrie- und Handelskammer nur ein Null-Wachstum geben, also eine Stagnation. Bundesklimaschutzminister Robert Habeck erwartet aktuell noch einen Anstieg im kommenden Jahr um 1,1 Prozent. Der Internationale Währungsfonds rechnet mit 0,8 Prozent. Das sind allesamt bittere Aussichten.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von NiUS

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von NiUS zu lesen.

Weitere Artikel