Wenige Tage vor der Bundestagswahl hatte die Bundesregierung die Einreise von Hunderten Afghanen nach Deutschland gestoppt. Wie Welt berichtet, wurden die für den 11. und 18. Februar geplanten Charterflüge kurzfristig abgesagt, was in den beteiligten Organisationen für Unmut sorgte. Die Flüge waren für Personen vorgesehen, die über deutsche Aufnahmeprogramme bereits ein Visum erhalten hatten. Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die das Evakuierungsprogramm maßgeblich betreut, hatte bereits Reisevorbereitungen getroffen, doch Berlin intervenierte.
Das Auswärtige Amt erklärte, dass die ursprünglich geplanten Flüge aus „logistischen Gründen“ verschoben wurden. „Zunächst erfolgte Flugplanungen“ hätten angepasst werden müssen. Diese Art von Flügen unterliege „einer gewissen Flexibilität“, hieß es. In diplomatischen Kreisen wird diese Entscheidung anders interpretiert. So wird unter anderem von einem „Wahlkampfmanöver“ gesprochen.
Seit der Machtübernahme der Taliban im August 2021 sind insgesamt 35.500 Afghanen über Pakistan nach Deutschland eingereist. Vor ihrer Weiterreise durchlaufen sie dort eine Sicherheitsüberprüfung. Aktuell warten noch rund 3.000 Afghanen in Pakistan auf ihre Ausreise in die Bundesrepublik. Die Kosten für Transport und Unterbringung belaufen sich mittlerweile auf eine zweistellige Millionensumme.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











