Spätestens seit seinem Interview mit dem weißen Suprematisten und Holocaustleugner Nick Fuentes ist Tucker Carlson bei der MAGA-Bewegung unten durch. Wie konnte es so weit kommen, dass selbst gestandene Konservative wie Douglas Murray und Ben Shapiro sich von ihm abgewendet haben?
Er war der unangefochtene Protagonist der MAGA-Bewegung (Make America Great Again). Als Moderator der einflussreichsten Sendung auf Fox News erreichte er ab 2016 mit seiner Show „Tucker Carlson Tonight“ durchschnittlich 3,5 Millionen Zuschauer pro Abend, die seine scharfen Attacken gegen die Eliten, illegale Einwanderung und woke Kultur liebten. Keiner war so scharfzüngig und witzig wie er.
Mit pointierter Rhetorik teilte Carlson lustvoll und meinungsstark gegen das linke Lager aus, nannte die illegale Einwanderung unumwunden „Invasion“ und porträtierte Donald Trump als Retter Amerikas. Der wiederum nannte Carlson „einen der besten Journalisten“ und lud ihn ins Weiße Haus ein. Bis 2022 galt Carlson als der einflussreichste Medienvertreter der MAGA-Rechten.
Der Wendepunkt kam abrupt: Am 24. April 2023 entließ Fox News Carlson, offiziell wegen „interner Turbulenzen“. Hinter den Kulissen spielte eine Klage von Dominion Voting Systems gegen Fox News eine Rolle. Carlson, der Trump-Stammwähler mobilisiert hatte, wurde zum Märtyrer des „Deep State“. Prompt startete er Tucker on X (ehemals Twitter), das innerhalb von Wochen Millionen Views generierte.
Ein Bild aus besseren Zeiten: Tucker Carlson und Donald Trump im Jahr 2022
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











