Dass Frauen fast jeden Alters sich zunehmend radikalisieren, gehört sicher nicht zu den üblichen Smalltalk-Themen auf deutschen Stehempfängen. Doch es gibt Anzeichen dafür, dass sich vor allem jüngere Frauen länderübergreifend, zumindest in Europa und einigen angeschlossenen Regionen, in wachsendem Maße in den Dienst der Einheitsideologie stellen, wobei das Alter wie gesagt relativierbar ist. Was besagt die Einheitsideologie? Wir müssen alle sozial wie ökologisch gerecht handeln, dabei Verletzungen und Beschädigungen möglichst vermeiden, offen sein für viele Identitäten. Es geht um so alltägliche Themen wie Trans-Rechte, Klimagerechtigkeit, offene Grenzen für alle, Antirassismus und Anti-Islamophobie.
Auch in Deutschland ist es nicht anders. Die Aufregung um den Fall Collien Fernandes wirft ein Licht auf diesen Zustand, beinahe schon ein Notstand. Denn der politische Diskurs wird auch in diesem Land zunehmend von Frauen in Aufruhr bestimmt, wie auch die Diskussion um den Fall Fernandes-Ulmen zeigt.
„Ich bin so wütend“, schrieb etwa SPD-Frontfrau Manuela Schwesig auf X, wütend sei sie, „dass Frauen immer wieder ihren Körper, ihre Identität, ihre Würde verteidigen müssen“. Das sei im „echten Leben“ genau dasselbe wie im Netz.
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