Die Führung der Europäischen Union fühlt sich offenbar von den USA ungerecht behandelt – dieser Zwischenton war zumindest den Worten der Vizepräsidentin der EU-Kommission, Katja Kallas, zu entnehmen. Die estnische Politikerin nahm am Sonntagmorgen an einer Podiumsdiskussion auf der Münchner Sicherheitskonferenz teil – und beschwerte sich dort über angebliches „EU-Bashing“.
Sie könne nicht nachvollziehen, dass ein Land, das im Pressefreiheitsindex auf Platz 57 verortet wird, die EU belehren wolle, wenn es um die Meinungsfreiheit geht – während ihr Heimatland Estland auf Platz 2 gelistet wird. Nur 24 Stunden vor Kallas‘ Auftritt auf der MSC hatte Marco Rubio den „Klimakult“ und die Massenmigration in Europa kritisiert.
Für die Rede des US-Außenministers fand die EU-Politikerin aber überwiegend gemäßigte Worte: Er habe die Rolle Europas und die Verbindung zu den USA betont, bilanzierte sie positiv. Es sei dennoch deutlich geworden, „dass wir nicht in allen Fragen einer Meinung sind, und das wird auch so bleiben“, so Kallas.
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