Noch immer soll eine wertvolle Immobilie im Villen-Viertel in Wien-Hietzing im Besitz von Markus Braun sein – von ihr führt eine Spur in der Causa Wirecard in ein Vermögenslabyrinth, das bis heute nicht vollständig entschlüsselt ist: Während sich der frühere Wirecard-Boss seit mehr als fünf Jahren in Untersuchungshaft befindet, suchen Insolvenzverwalter, Gerichte und Gläubiger weitere Vermögenswerte. Bisher blieben aber Kunst, Luxusautos und Millionen verschwunden.
Im Februar 2024 meldete die MB Beteiligungsgesellschaft, das private Vermögensvehikel des Ex-Managers, Insolvenz an. Kern des Unternehmens war einst ein beachtliches Portfolio: Kunstwerke namhafter österreichischer Künstler wie Hermann Nitsch, Immobilien in mehreren europäischen Städten, und Beteiligungen, deren Umfang selbst Ermittler überraschte. Doch als Insolvenzverwalter Carsten Koch im Sommer 2024 sein 29-seitiges Sachverständigengutachten vorlegte, blieb von diesem Besitz kaum mehr als eine Liste offener Fragen übrig, berichtet aktuell das Handelsblatt.
Interessant: In Wien ist ein Teil des Vermögens des Wirecard-Managers zu finden. Die Liegenschaft an der Mühlbachergasse, die offiziell der MB Beteiligung gehört, wird laut Gutachten derzeit von Brauns Schwester bewohnt – und zwar mietfrei. Während die Immobilie in Schönbrunn-Nähe im sehr eleganten Bezirk Hietzing als einziger verbliebener Vermögenswert der Beteiligung gilt, sind andere Objekte – darunter Häuser in London und Südfrankreich – kaum greifbar, da sie in Brauns privaten Besitz fallen und nur über Darlehen aus der MB Beteiligung mitfinanziert worden sein sollen.
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