Plug-in-Hybride galten bislang als Übergangstechnologie mit niedrigem Spritverbrauch. Eine Untersuchung, an der unter anderem das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) beteiligt war, kommt nun jedoch zu einem anderen Ergebnis. Vorab wurde die Analyse dem SWR exklusiv zur Verfügung gestellt.
Demnach liegt der tatsächliche Durchschnittsverbrauch der untersuchten Fahrzeuge bei knapp sechs Litern Kraftstoff – rund 300 Prozent über den Werten, die im Rahmen der EU-Typgenehmigung von den Herstellern angegeben werden. Aus der europäischen Fahrnorm WLTP ging zuvor hervor, dass Fahrzeuge mit der Kombination aus Verbrennungsmotor, E-Motor und extern aufladbarer Batterie häufig nur zwischen ein und zwei Litern verbrauchen.
Die Auswertung zeigt zudem, dass im überwiegend elektrischen Betrieb, dem sogenannten „Entlademodus“, im Schnitt etwa drei Liter Kraftstoff verbraucht werden. Auch das liegt deutlich über den bisherigen Annahmen. Bisher ging man davon aus, dass im Elektromodus kaum beziehungsweise gar kein Benzin benötigt werde. Für die beteiligten Forscher sei das Ergebnis vor diesem Hintergrund ein „Schock“ gewesen, erklärte Patrick Plötz vom Fraunhofer ISI im Gespräch mit der tagesschau.
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