Angesichts rasant steigender Einbürgerungszahlen bei einer gleichzeitigen Fülle von ungelösten Integrationsproblemen hat der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen einen radikalen Neuanfang in der deutschen Migrationspolitik gefordert. Raffelhüschen stellt der deutschen Migrations- und Einbürgerungspolitik ein vernichtendes Zeugnis aus.
In einem Interview mit der „Bild“ fordert der Ökonom eine grundlegende Neuausrichtung – hin zu einer gezielten, nutzenorientierten Einwanderungspolitik. Die Kritik könnte schärfer kaum ausfallen: „Bei uns läuft bei Einwanderung und Einbürgerungspolitik vieles schief. Die Regierung sollte dringend umsteuern.“ Raffelhüschen gilt als einer der besten Sozialexperten Deutschlands und war einst Rentenberater der Bundesregierung unter Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD).
„Migration muss sich wirtschaftlich lohnen“
Wie die AfD argumentiert auch Raffelhüschen, dass sich Migration wirtschaftlich lohnen müsse für Deutschland. Das bedeute: „Gezielte Migration nach wirtschaftlichem Nutzen, Integrationsfähigkeit und Übereinstimmung mit unseren Werten.“ Dabei seien drei Faktoren für eine erfolgreiche Zuwanderung zentral: das Geschlecht, das Alter und die kulturelle Integration.
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