Die Sommerpause geht zu Ende, die Zeit der Sommerinterviews damit auch. Na endlich, dürften viele denken, Höhepunkte journalistischen Schaffens waren und sind diese freundlichen Plaudereien bekanntlich nicht. Einen Aufschluss, warum die Stimmung bei uns ist, wie sie ist, geben sie trotzdem.
In keinem Interview ging es um konkrete Vorschläge zur Sanierung des Gesundheitssystems oder der Rente. Die Medien sind voll von immer dringenderen Mahnungen, jetzt zu handeln, die Politik duckt sich weg und will irgendwann Kommissionen einsetzen. Bei den weltweiten Konflikten – Ukraine, Gaza etc. – wird immer deutlicher, dass Europa allenfalls zur Finanzierung herangezogen wird, aber echte Lösungsbeiträge nicht liefern kann. 2022 hat Scholz die Zeitenwende ausgerufen, 3 Jahre später ist die Bundeswehr noch immer überfordert, würde sie gebeten, sich an einer denkbaren Friedenstruppe in der Ukraine zu beteiligen.
Die Menschen spüren, dass das, was sie in ihrem Umfeld oder in den Medien an Problemen wahrnehmen und das, was die Politik an Vorschlägen macht, nicht mehr zusammenpasst. In der Ampel war das so, und jetzt ist es auch nicht besser, das frustriert. Die Koalition ist schlecht gelaunt in die Sommerpause gestartet und kommt genauso stimmungsgetrübt wieder raus.
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