Verzweiflungstat im Wahlkampf: CDU-Ministerpräsident Schulze warnt vor „Schulsterben“ nach einem AfD-Sieg

vor etwa 2 Monaten

Verzweiflungstat im Wahlkampf: CDU-Ministerpräsident Schulze warnt vor „Schulsterben“ nach einem AfD-Sieg
Bildquelle: Apollo News

Die AfD liegt in Sachsen-Anhalt laut Umfragen fast schon uneinholbar vorne – eine Infratest-Dimap-Umfrage sieht die Partei bei 41 Prozent. CDU-Ministerpräsident Sven Schulze greift angesichts der für seine Partei katastrophalen Lage zu immer verzweifelteren Mitteln: In einem Interview mit dem Focus hat der Christdemokrat die Wähler nun gewarnt: Unter einer AfD-Regierung könne es zu einem Schulsterben kommen – sogar das Abitur könnte in anderen Ländern möglicherweise nicht mehr anerkannt werden, so Schulze.

Seine Befürchtung begründet Schulze mit einer Forderung der AfD in seinem Bundesland: „Die AfD will auch die Schulpflicht abschaffen. Gerade auf dem Land wird das ein Schulsterben auslösen, wie wir es noch nie erlebt haben.“ Dabei brauche es in Dörfern bei der Einschulung mindestens 15 Kinder pro Klasse, argumentiert er – wenn sich bereits wenige Eltern gegen eine herkömmliche Schule entscheiden würden, würde das ausreichen, damit Schulklassen wegfallen.

Die AfD will laut ihrem Wahlprogramm nach österreichischem Vorbild eine Wahlfreiheit zwischen normalem Schulunterricht und Unterricht zu Hause schaffen. Lediglich die Qualitätsstandards des Unterrichts sollen in einer halbjährlichen, zentral gesteuerten Prüfung getestet werden. Zudem will die AfD eine Quotenregel für Gymnasialplätze einführen: Nur die besten 25 Prozent eines Jahrgangs sollen auf die höchste Schulform wechseln dürfen.

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