Die Homepage ist abgeschaltet, auf Instagram schreibt Mario Olszinski, Künstlername Jurassica Parka: „Ich werde mich erstmal weiterhin auf Social Media rar machen und mich um meinen Scheiß kümmern.“ Der Travestie-Entertainer steht unter Druck, weil bekannt wurde, dass bereits im Juli 2025 eine Hausdurchsuchung bei ihm stattgefunden hatte. Der Verdacht: Besitz und Verbreitung von Kinderpornographie.
Der äußerte sich umgehend in einem Video zu den Vorwürfen – oder auch nicht. In einem Instagramvideo spricht er über seine Alkoholsucht und betont, wie offen er immer damit umgegangen sei, auch medial. Dann berichtet er von einer Zeit „voller Abstürze“, er habe „zeitweise komplett die Kontrolle“ verloren. Und: Es gebe „ein Ermittlungsverfahren wegen eines mutmaßlichen Onlinevergehens“.
Niemand muss sich selbst belasten. Dennoch: Das Video wirkt wie ein Versuch, sich auf die Einnahme der Opferrolle vorzubereiten. Verantwortung wird delegiert an das schlimme Schicksal, das harte Leben, die böse Sucht. Zu diesem Eindruck tragen auch Habitus und Sprachduktus bei. Ein gängiges Muster, und eines, das man Tätern allzu oft unkritisch durchgehen lässt.
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