Veruntreuungsvorwürfe nach AfD-Parteitag in Essen: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen CDU-Bürgermeister Kufen

vor etwa 1 Jahr

Veruntreuungsvorwürfe nach AfD-Parteitag in Essen: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen CDU-Bürgermeister Kufen
Bildquelle: NiUS

Der Versuch der Stadt Essen und der dortigen Messegesellschaft, den AfD Bundesparteitag in der Gruga-Halle zu be- oder verhindern, hat unerwartet doch noch ein juristisches Nachspiel, wie die Westdeutsche Allgemeine (WAZ) berichtet. So haben Oberbürgermeister Thomas Kufen, Rechtsdezernent Christian Kromberg und Kämmerer Gerhard Grabenkamp sowie Messe-Chef Oliver P. Kuhrt am vergangenen Dienstag Besuch „von mehr als einem Dutzend Ermittlern der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft“ bekommen.

Hintergrund ist eine Strafanzeige der AfD gegen die Stadtverwaltung und die Messegesellschaft, die im Vorfeld des Parteitags versucht hatten, der Partei eine strafbewehrte Selbstverpflichtung abzuverlangen, dass es auf der Veranstaltung zu keinen strafbaren Äußerungen kommen werde. Die AfD hatte dies als unbegründete Unterverdachtstellung zurückgewiesen und ihrerseits Anzeige erhoben wegen des Verdachts der Untreue und der versuchten Nötigung, weil unter anderem für Anwälte und ein später vom Gericht verworfenes, eher windiges „Gutachten“ über die AfD mehr als 200.000 Euro ausgegeben wurden. Die Staatsanwaltschaft Essen hatte die Klage der AfD sehr schnell abgewiesen, wogegen die Partei Widerspruch einlegte. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Bochum offenbar doch mit einigem Nachdruck in der Sache.

In der Grugahalle in Essen fand der 15. Parteitag der AfD statt.

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