Würden Sie Ihren Yoga-Lehrer mit der Reparatur eines Hybridmotors beauftragen, einen Innenarchitekten mit der Extraktion Ihres entzündeten Weisheitszahns? Angesichts der angekündigten Steuererhöhung (und sie wird richtig ins Portemonnaie gehen), stellt sich die Frage, wieso kann es sich Deutschland beim Sanieren seiner maroden Finanzen, immer noch leisten komplette Amateure, – zudem noch einen vom Volk abgewählten –, zu betrauen?
Für ein Spitzengehalt von 43.000.- Euro im Monat – eine Summe, den deutsche Rentner nach jahrzehntelangem Einzahlen in die Rentenkasse in einem ganzen Jahr nicht sehen. „Milliardenloch, ergo Steuererhöhung“ – hätte das nicht auch der Frau, die bei Aldi an der Kasse sitzt, einfallen können? Wieso brauchen ausgerechnet Politiker, die die Rahmenbedingungen der Wirtschaft vorgeben, offenbar null Sachverstand und nicht den geringsten Befähigungsnachweis? Offenbart sich hier – in der Inkompetenz der deutschen Elite – nicht die wahre Ursache für Deutschlands Absturz? Karl Schiller, ebenfalls SPD, aber studierter Wissenschaftswirtschaftler und Bundesfinanzminister unter Willy Brandt, hätte es sich sicher nicht so einfach gemacht. Schlichtweg, weil Karl Schiller nämlich etwas von seiner Materie verstand.
Nun ist Merzens Finanzminister nur ein halber Vorwurf zu machen. Das unterirdische Niveau der deutschen Machtelite sorgt im Ausland schon lange für Spott, nicht erst seitdem bekannt wurde, dass der ehemalige deutsche Wirtschaftsminister nicht in der Lage war, den Begriff Insolvenz zu erklären. Selbst die linientreue ARD nennt die von Habeck angerichteten Flurschäden – wir reden von der Deindustrialisierung Deutschlands – inzwischen eine „eher schwache Bilanz“.
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