Die Chefin der US-Geheimdienste, Tulsi Gabbard, hat jetzt einen großen Aktensatz publik gemacht, der die interne Diskussionen führender US-Geheimdienst-Direktoren im Umfeld der US-Wahl 2016 zeigen. Nach der Wahl hieß es aus Obamas Regierung, dass Russland sich massiv zugunsten von Wahlsieger Donald Trump in den Wahlkampf und Urnengang einmischte.
Weitere Spekulationen über vermeintliche Geheimkontakte zwischen Trump und Russland wurden später die Grundlage für den jahrelang andauernden „Russiagate“-Skandal. Der endete 2019 mit der Erkenntnis, dass es solche Absprachen nicht gab, führte aber dennoch zu teilweise illegaler Überwachung von Personen aus Trumps Umfeld, Umwürfen in seiner Regierung, fernsehreife Kongress-Anhörungen und ein gescheitertes Amtsenthebungsverfahren. All das lähmte den frisch gewählten Präsidenten in den ersten Jahren seiner Amtszeit und energisierte die demokratische Opposition gegen ihn.
Gabbard, die jetzige Direktorin der nationalen Nachrichtendienste in den USA, und frühere Demokratin, die sich damals als eine der wenigen in ihrer Partei gegen das Amtsenthebungsverfahren stellte, erhob jetzt schwere Vorwürfe gegen die Obama-Regierung: Nämlich dass die Regierung die eigentliche, geheime Darstellung der Nachrichtendienste, wonach russische Einmischung kaum ein Faktor war, künstlich aufbauschen ließ.
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