Verletzte Pflegeheimbewohner, ausverkaufte Generatoren – die ersten Folgen des Blackouts in Berlin

vor 10 Monaten

Verletzte Pflegeheimbewohner, ausverkaufte Generatoren – die ersten Folgen des Blackouts in Berlin
Bildquelle: Apollo News

Noch immer sind Tausende Haushalte im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick ohne Strom, nachdem in der Nacht zum Dienstag ein Brandanschlag auf zwei Strommasten verübt worden war. Am Mittwochmorgen waren es noch 20.000 Haushalte. Welche wirtschaftlichen und persönlichen Folgen sich daraus ergeben, beginnt sich gerade erst abzuzeichnen. Am Dienstag mussten fünf Patienten aus zwei Pflegeheimen verlegt werden, weil die Beatmungsgeräte ausgefallen waren. Auf der linksextremen Webseite Indymedia war ein mutmaßliches Bekennerschreiben aufgetaucht, in dem Stromausfälle in Privathaushalten als vertretbare Kollateralschäden bezeichnet werden (Apollo News berichtete).

Die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und die Berliner Feuerwehr sagten gegenüber Apollo News, dass für die Bewohner, die verlegt werden mussten, zu keinem Zeitpunkt eine akute Lebensgefahr bestanden habe. Zum aktuellen Zustand und möglichen Folgeschäden konnte nichts gesagt werden. Der Leiter des Johanniter-Stifts im Stadtteil Johannisthal konnte am Mittwoch mit dem Spiegel reden, weil in seinem Pflegeheim ein Notstromaggregat läuft.

Auch in seinem Pflegeheim waren Beatmungsgeräte ausgefallen. Sollten Bewohner in Atemnot geraten, müsse der Notdienst gerufen werden. Doch das sind nicht die einzigen Geräte, die ausgefallen sind: „Ohne Strom lässt sich auch keine Magensonde mehr betreiben“, sagt er. Die Sonde müsse so hoch wie möglich aufgehängt werden, „damit lassen sich Nährstoffe durch Schwerkraft noch zuführen“.

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