Belgiens Premierminister Bart De Wever ist nur knapp einem Anschlag entgangen. Sicherheitskräfte haben am Donnerstag eine islamistische Terrorzelle zerschlagen, die einen Angriff mit einer mit Sprengstoff beladenen Kamikazedrohne geplant haben soll. Ziel des vereitelten Anschlags war offenbar der flämische Regierungschef persönlich – das bestätigten Sicherheitskreise sowie Vizepremier Maxime Prévot am Abend.
Bei Durchsuchungen in Deurne, einem Stadtteil von Antwerpen und nur wenige hundert Meter von De Wevers Privatwohnung entfernt, stießen Ermittler auf ein selbstgebautes Sprenggerät, das noch nicht einsatzfähig war. Laut Staatsanwaltschaft war die Vorrichtung „dem Aufbau eines improvisierten Sprengsatzes (IED) nachempfunden“. Außerdem fanden die Ermittler Metallkugeln – mutmaßlich als Splitterladung – sowie eine 3D-Druckeranlage, mit der offenbar Bauteile der Drohne gefertigt werden sollten.
Die Polizei nahm drei junge Männer im Alter von 17, 18 und 23 Jahren fest, alle mit Wohnsitz in Antwerpen. Einer der Verdächtigen ist den Behörden zufolge tschetschenischer Herkunft. Zwei der mutmaßlichen Islamisten sollen am Freitag dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, berichtet De Standaard.
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