Annalena Baerbock wird im September dieses Jahres ihren neuen Posten als Präsidentin der UN-Vollversammlung antreten und für ein Jahr in New York leben. Was kaum einer weiß: Für ihr Gehalt, Wohnung und Zulagen müssen als „Entsendeland“ wir aufkommen, nicht die Vereinten Nationen. Lesen Sie hier, was uns die Erfüllung von Baerbocks Karrieretraum kostet.
Vom Posten des Präsidenten der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) in New York hat man bisher zu Recht wenig gehört. Dieser thront auf einem erhöhten Sitz, leitet die Sitzungen der Vollversammlung, erteilt das Wort erteilen und gibt Ergebnisse von Abstimmungen bekannt. Außerdem kann er Stellungnahmen abgeben, UN-Mitgliedsstaaten besuchen und an internationalen Konferenzen teilnehmen. Er nimmt also vor allem zeremonielle Aufgaben wahr.
Annalena Baerbock jedoch war erpicht auf den Job, bootete dafür die eigentlich für die Nominierung vorgesehene erfahrene Diplomatin Helga Schmidt aus. In Deutschland liegt die Zuständigkeit für die Nominierung und Entsendung eines Kandidaten für den Präsidentenposten der UN-Vollversammlung bei der Bundesregierung. Baerbocks Kandidatur wurde per Kabinettsbeschluss noch unter Kanzler Scholz im Umlaufverfahren auf den Weg gebracht und mit Friedrich Merz abgesprochen. Das Auswärtige Amt unterstützte die Kandidatur, um Deutschlands Engagement bei den Vereinten Nationen zu unterstreichen.
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