Vergewaltigungsfall in Jugendzentrum: CDU-Senatorin fordert Freistellung der Mitarbeiter

vor 4 Monaten

Vergewaltigungsfall in Jugendzentrum: CDU-Senatorin fordert Freistellung der Mitarbeiter
Bildquelle: Apollo News

In Berlin-Neukölln sollen laut Berichten der Bild sowohl Mitarbeiter des Jugendclubs Wutzkyallee als auch des verantwortlichen Jugendamts die Vergewaltigung einer 16-Jährigen zunächst vertuscht haben – offenbar aus ideologischen Gründen. Jugendsenatorin Katharina Günther-Wünsch von der CDU kommt ebenfalls zu dem Schluss, dass Verstöße vorliegen, und fordert deshalb die Freistellung der Leiterin des Neuköllner Jugendamts sowie der weiteren Verantwortlichen.

Am Donnerstag sagte Günther-Wünsch im Berliner Bildungsausschuss, dass aus einem Gespräch mit der Leiterin des Jugendamts und der Jugendstadträtin Sarah Nagel von der Linkspartei „sehr deutlich“ geworden sei, dass die Grundlagen des Kinderschutzes und Rechtsvorschriften „deutlich missachtet“ worden seien. Das berichtet der Tagesspiegel. CDU-Abgeordneter Lars Bocian forderte im Ausschuss gar den Rücktritt Nagels – denn auch sie hatte sich in den Fall trotz ihrer Verantwortlichkeit lange Zeit nicht eingeschaltet.

Ende Januar war den Mitarbeitern des Jugendzentrums Wutzkyallee am Rand von Berlin bekannt geworden, dass eine 16-Jährige von einer Reihe arabischstämmiger Jugendlicher im Jugendzentrum sexuell belästigt, vergewaltigt und erpresst wurde – bereits im November soll sie etwa im Garten des Jugendzentrums vergewaltigt worden sein. Doch die Verantwortlichen, vom Jugendzentrum bis zum Jugendamt, blieben auch nach Bekanntwerden der Vorfälle zunächst über Wochen tatenlos.

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