Der Hallesche Stadtrat zerstritt sich bei einer Sitzung über die Frage, ob man eine Kinderbuchspende von einem „rechtspopulistischen“ Verein annehmen dürfe. Konkret störten sich Teile des Plenums an dem Verein Deutsche Sprache e. V. – unter anderem wegen dessen Kritik am Gendern. Nach viel Hin und Her wurde der Antrag am Ende mit 28 Ja-Stimmen, 16 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen angenommen. Darüber berichtete die Online-Plattform Du bist Halle.
Die Fraktion Volt / Mitbürger beantragte eine Einzelabstimmung speziell zur Spende des VDS. Den Verein bezeichnete sie als „rechtspopulistisch“. Dies begründete sie damit, dass der VDS Anglizismen und gendersensible Sprache konsequent ablehne. Zudem habe sich ein ehemaliges Vorstandsmitglied am Potsdamer Treffen vermeintlicher Rechtsextremer im Jahr 2023 beteiligt.
„Wir müssen genau hinschauen, nicht nur, was den Kindern vorgelegt wird, sondern auch, von wem“, erklärte Sarah Labusga von der Fraktion Volt / Mitbürger. Ihre Fraktionskollegin Maria Gringer fügte hinzu, dass Grundschulen „Schutzräume“ seien, die vor ideologischer Einflussnahme bewahrt werden müssten. Spenden seien demnach nie unpolitisch, da der Spender durch die Stadt legitimiert werde.
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