Die Berliner Jobcenter haben einen mutmaßlichen Betrug bei der Unterbringung von Wohnungslosen aufgedeckt. Nach Recherchen des Der Tagesspiegel soll eine Pension im Bezirk Charlottenburg über Monate Geld für Personen kassiert haben, die dort tatsächlich nicht lebten. Die Berliner Polizei ermittelt.
Die Pension befindet sich laut Tagesspiegel in der Nähe des Kurfürstendamms. Sie wird offenbar nicht ausschließlich für die Unterbringung Wohnungsloser genutzt; über ein Hotelbuchungsportal sollen weiterhin Zimmer buchbar gewesen sein. Die langjährige Inhaberin ließ Fragen der Zeitung unbeantwortet.
Bei zwei Prüfungen im vergangenen Jahr stellten die Jobcenter erhebliche Abweichungen zwischen gemeldeter und tatsächlicher Belegung fest. Im April 2025 waren demnach 22 Bedarfsgemeinschaften mit insgesamt 74 Personen für die Unterkunft erfasst. 14 dieser Bedarfsgemeinschaften wurden bei der Kontrolle nicht in der Pension angetroffen. Bei einer zweiten Prüfung im September wurden von 21 gemeldeten Bedarfsgemeinschaften 15 nicht vor Ort festgestellt.
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