Die hohen Spritkosten können Verkehrs- und Logistikunternehmen gefährden. Denn seit Beginn des Iran-Kriegs ist der Preis für Diesel um etwa 40 Cent pro Liter gestiegen. Insbesondere kleine Unternehmen, die im ländlichen Raum den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sicherstellen, könnten ihre Tätigkeit einstellen. „Wir stehen vor einer ernsthaften Gefährdung der Mobilität im Land“, warnt der Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmen (WBO), wie die dpa berichtet. Betriebsaufgaben seien „wahrscheinlich“.
Denn die Preissteigerungen könnten sich die Unternehmen nicht leisten. Wenn Buslinien eingestellt werden, wären davon zum Beispiel Schulkinder betroffen. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) konkretisiert, um welche Summe es geht: Busbetreiber sind von monatlichen Mehrkosten in Höhe von Zehntausenden Euro betroffen. „Die Branche kann die zusätzlichen Belastungen nicht mehr lange aus eigener Kraft auffangen“, sagt der ÖPNV-Geschäftsführer beim VDV. Denn die gestiegenen Dieselpreise träfen auf eine grundsätzlich angespannte Lage in der Wirtschaft.
„Nur mit politischer Unterstützung können Angebot und Ticketpreise im ÖPNV stabil bleiben“, sagt Möller. Die Bundesregierung und die Länder müssten nun helfen. Die Finanzierung des ÖPNV ist zu großen Teilen staatlich geregelt. Der Bund stellt den Ländern Mittel zur Verfügung, damit sie damit die Verkehrsunternehmen bezahlen können. Diese Regionalisierungsmittel betragen zurzeit zwölf Milliarden Euro im Jahr und steigen jährlich um drei Prozent. Doch die Bundesländer sind der Ansicht, dass es bis 2031 14 Milliarden Euro mehr brauche, um den aktuellen Versorgungsstatus halten zu können.
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