Der Verband der Familienunternehmer erklärt die Brandmauer zur AfD in der Wirtschaft für gescheitert. „Diese Brandmauer zur AfD – auch auf Bundesebene, die von den meisten Verbänden bislang aufrechterhalten wurde – hat nichts gebracht“, sagt Hauptgeschäftsführer Albrecht von der Hagen gegenüber The Pioneer. Er wird noch deutlicher: „Wir verabschieden uns von den Brandmauern.“
Dem Verband gehören rund 6.500 familiengeführte Unternehmen aus ganz Deutschland an – darunter auch Konzerne wie BMW oder Oetker. Mitglied kann werden, wer mindestens zehn Mitarbeiter beschäftigt und einen Mindestjahresumsatz von einer Million Euro hat. Die Annäherung an die AfD zeigt sich auch daran, dass zum Parlamentarischen Abend des Verbandes der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion geladen wurde, Leif-Erik Holm. „Ich war dort erstmals zu Gast und wurde sofort intensiv ins Gespräch gezogen“, sagt er gegenüber The Pioneer.
Die AfD kann auch vom fehlenden Einfluss der FDP profitieren, weil manche Unternehmer sich durch die Partei wirtschaftsliberale Akzente erhoffen, die sonst von der FDP kamen. Das zeigt sich auch im Wahlverhalten der Bevölkerung: 900.000 frühere FDP-Wähler stimmten bei der Bundestagswahl 2025 für die AfD.
Reformwille - Welche Opfer müssen wir für den Aufschwung bringen? | #unterdenlinden











