Er war mehr als ein Modedesigner. Er war ein Lebensgefühl, ein Versprechen von Schönheit, eine Institution. Mit dem Tod von Valentino Garavani am 19. Januar 2026 verliert die Modewelt nicht nur einen der letzten großen Couturiers des 20. Jahrhunderts, sondern auch ihren wohl letzten echten Aristokraten – einen Mann, der Stil nicht nur entwarf, sondern lebte.
Valentino kleidete Königinnen, First Ladies, Schauspielerinnen, Prinzessinnen – gekrönte wie entthronte. Jacqueline Kennedy, Elizabeth Taylor, Sophia Loren, Julia Roberts, Cate Blanchett: Sie alle trugen Valentino in jenen Momenten, in denen Geschichte geschrieben oder zumindest für immer fotografiert wurde. Seine Kleider waren nie ironisch, nie distanziert, nie flüchtig. Sie waren feierlich. Absolut. Und kompromisslos schön.
Juni 1976, New York: Jacqueline Kennedy Onassis trifft gemeinsam mit dem Modedesigner Valentino Garavani ein.
Während andere Designer Moden jagten, verfolgte Valentino ein einziges Ziel: Schönheit. „I always look for beauty, beauty“, sagte er einmal – und meinte damit nicht Dekoration, sondern Haltung. Seine Entwürfe sollten Frauen nicht verkleiden, sondern erhöhen. Couture war bei ihm kein Experiment, sondern ein Versprechen: auf Perfektion, auf Glamour, auf Würde.
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